27.02.2008
In Kaliningrad beginnt der Bau einer neuen Autobahn

Der erste Abschnitt der Küstenstraße, eine moderne vierspurige Autobahn, soll in Zukunft die Fahrzeit von Selenogradsk nach Kaliningrad auf nur 12 Minuten verkürzen. Der Weg wird frei sein von Bahnübergängen, Kreuzungen und Ampeln.

„Die aktive Bauphase wird ungefähr in zwei Monaten beginnen, wenn die technische Ausrüstung und das Material an Ort und Stelle sind. Wir werden örtlichen Sand verwenden, aber was Schotter, Granit und Asphalt angeht, haben wir uns für den Import aus Schweden entschieden.“ Dies teilte der Minister für Infrastrukturentwicklung, Alexander Rolbinov, Journalisten mit. „Das ist bisher unsere anspruchsvollste Ingeneuraufgabe, so einen Straßenbau gab es bisher bei uns noch nicht. Wenn es mit dem Geld kein Problem gibt, soll die Trasse bis Ende 2009 fertig sein.“

Die Arbeiten beginnen bei Kilometer 5 der bestehenden Verbindungsstrasse Kaliningrad-Selenogradsk, an der Ausfahrt zur Nevskij-Stasse. In Zukunft soll der alte Teil der Trasse bis zur Kreuzung vierspurig ausgebaut werden und mit Beleuchtung versehen werden. Die Ringautobahn soll insgesamt 200 km entlang der Küste führen und fast alle Küstenorte miteinander verbinden.

Der Auftrag wurde der Petersburger Firma SAO „WAD“ anvertraut. Die Firma, die die öffentliche Ausschreibung gewonnen hatte, hat schon Straßen in Karelien sowie der Vologodsker und Jaroslavsker Region gebaut. Der letzte Auftrag der Firma war der Bau des Petersburger Umgehungsrings.

 

27.02.2008
An erster Stelle steht eine zweite Brücke

Der Bauausschuss der Stadt Kaliningrad hat über ein Entwicklungskonzept für das Straßen- und Verkehrsnetz des Kaliningrader Stadtgebiets innerhalb der Grenzen der inneren Umgehungsstrasse beraten.

Wie der städtische Pressedienst mitteilt, wurde das Konzept von den Spezialisten der Firma „Nikor-Projekt“ im Auftrag der Stadtverwaltung erstellt. Die Kaliningrader Planungen unter der Mitarbeit der weißrussischen Spezialisten sehen verschiedene Abschnitte des Ausbaus und der Wiederherstellung des städtischen Verkehrsnetzes auf einer Fläche von 1300 ha vor. An erster Stelle stehen die Fertigstellung einer zweiten Überführung, die die den südlichen und den nördlichen Teil der Stadt verbinden soll, sowie die Einrichtung neuer Kreuzungspunkte. Es ist die geplant, die historische Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu befreien, indem ein Umgehungsring gebaut wird. Entsprechend der Empfehlungen des Bauausschusses wurde das vorgestellte Konzept angenommen.

Die Mitglieder des Bauausschusses haben auch die Planungen zur Fassade des Kultur- und Wirtschaftszentrums „Moskva“ auf der Sergeev-Strasse gutgeheißen. Es soll eine architektonische Einheit mit dem zukünftigen Musiktheater bilden. Die Entwürfe der geplanten Siedlung „Lermantovskij“, des Hotel- und Verwaltungskomplexes auf der Gorkij-Strasse und des Schwimmobjekts „Debarkader“ auf dem Pregel wurden jedoch zu weiteren Überarbeitung zurückgegeben. Insbesondere die architektonische Gestaltung des Cafés „Debarkader“ (auf Deutsch „Anleger“) soll seinen Hamburger Vorbildern in nichts nachstehen.